Airline-Vergleich für Auswärtsfahrer: Ryanair, easyJet, Eurowings & Wizz Air
Für eine Auswärtsfahrt zählt beim Fliegen nicht nur der reine Ticketpreis — Gepäckregeln, Umbuchungsflexibilität bei kurzfristig verschobenen Anstoßzeiten und das Streckennetz entscheiden oft genauso stark darüber, welche Airline sich wirklich lohnt. Ein ehrlicher Überblick über die Low-Cost-Carrier, die bei europäischen Auswärtsfahrten am häufigsten vorkommen.
Ryanair — größtes Streckennetz, striktestes Gepäck
Kein Carrier bedient so viele Regionalflughäfen in Fußball-Nähe wie Ryanair — Dortmund, Hahn oder Bergamo statt der jeweils teureren Haupt-Airports der Zielstadt. Für Auswärtsfahrten abseits der großen Drehkreuze ist Ryanair deshalb oft die einzige echte Direktverbindung. Dafür gehört die Airline zu den strengsten beim Gepäck: Im günstigsten Tarif ist nur ein kleiner persönlicher Gegenstand unter dem Sitz kostenlos, ein normaler Kabinentrolley kostet immer extra. Die Größenkontrolle am Gate ist konsequent — wer sein Handgepäck nicht exakt einhält, zahlt dort deutlich mehr nach als bei einer vorherigen Online-Buchung.
easyJet — meist etwas großzügiger beim Handgepäck
easyJet erlaubt im Basistarif in der Regel ein größeres Handgepäckstück kostenlos an Bord als Ryanair, was für einen reinen Tagesausflug ohne aufgegebenes Gepäck oft schon ausreicht. Das Streckennetz ist etwas kleiner, deckt die meisten großen europäischen Fußballstädte aber direkt ab.
Eurowings — praktisch für Verbindungen über deutsche Drehkreuze
Für Fans mit deutschem Heimflughafen ist Eurowings oft eine sinnvolle Ergänzung, weil sie viele Strecken über Düsseldorf, Hamburg oder Stuttgart anbietet — teils mit Umsteigeverbindungen, wo die reinen Low-Cost-Carrier nur Direktflüge fahren oder eine Strecke gar nicht bedienen. Der Grundpreis liegt dafür im Schnitt über dem von Ryanair und easyJet.
Wizz Air — stark in Mittel- und Osteuropa
Bei Auswärtsfahrten nach Polen, Ungarn, Rumänien oder ins Baltikum hat Wizz Air häufig das dichteste Streckennetz und die niedrigsten Grundpreise. Gepäckregeln sind ähnlich strikt wie bei Ryanair, und die im Schnitt kleinere Flotte bedeutet bei Störungen oft weniger kurzfristige Ausweichmöglichkeiten auf einen späteren Flug.
Gepäck ist die eigentliche Preisfalle
Der größte Preisunterschied zwischen zwei Angeboten entsteht bei Low-Cost-Carriern selten beim Ticket selbst, sondern beim Gepäck. Ein auf den ersten Blick günstigerer Flug kann nach Zuschlägen fürs Handgepäck teurer sein als eine Alternative mit höherem Grundpreis, die mehr inklusive hat.
- Erlaubte Maße und Gewicht fürs Handgepäck vor der Buchung mit dem eigenen Rucksack/Koffer abgleichen, nicht erst am Gate
- Bei reinem Tagesausflug: prüfen, ob der günstigste Tarif ohne Kabinentrolley wirklich reicht
- Gesamtpreis inklusive Gepäck vergleichen, nicht nur den Grundpreis in der Suchmaske
Umbuchung bei verschobener Anstoßzeit
Da Anstoßzeiten wegen TV-Übertragungen oft erst Wochen vorher final feststehen, ist Flexibilität bares Geld wert. Bei den meisten Low-Cost-Carriern ist eine Umbuchung auf einen anderen Flug am selben oder Folgetag gegen eine Gebühr plus Preisdifferenz möglich, aber selten kostenlos — ein flexiblerer (meist teurerer) Tarif kann sich lohnen, wenn der genaue Spieltermin bei Buchung noch unsicher ist.
Pünktlichkeit: keine Airline ist immun
Verspätungen hängen stärker von Route, Saison und Flughafenauslastung ab als vom Airline-Namen auf dem Ticket — ein pauschal „zuverlässigerer“ Carrier lässt sich daraus kaum ableiten. Der zuverlässigste Schutz bleibt ein großzügiger Zeitpuffer vor dem Rückflug, egal mit wem geflogen wird (mehr dazu in unserer Packliste fürs Auswärtsspiel).
Die Faustregel
- Mehrere Regionalflughäfen der Zielstadt prüfen — nicht jede Airline bedient denselben
- Gesamtpreis inklusive Gepäck vergleichen, nicht nur den Grundpreis
- Bei unsicherer Anstoßzeit: Umbuchungsbedingungen vor der Buchung checken
- Für den Rückflug großzügig Zeitpuffer einplanen, unabhängig von der Airline
Welche Airline am Ende die günstigste ist, wechselt von Strecke zu Strecke und von Woche zu Woche — deshalb vergleicht Auswärtsflug automatisch über alle verfügbaren Carrier hinweg, statt sich auf eine einzelne Airline festzulegen. Preis-Alarm einrichten und die jeweils günstigste Verbindung automatisch zugeschickt bekommen.